Die Ausbildung

 

Die wesentlichen Ausbildungsinhalte sind:

  • Bearbeiten von Küchen- und Möbelteilen
  • Montieren, Auf- und Abbauen von Küchen- und Möbelteilen
  • Installieren von elektrischen Einrichtungen und Geräten
  • Durchführen von Anschlussarbeiten an Wasserleitungen und Lüftungsanlagen
  • Verpacken, Lagern und Transportieren
  • Abholung und Auslieferung

Voraussetzungen

Die wesentlichen Ausbildungsinhalte machen schon klar, dass die "Fachkräfte" keine Schreibtischtäter sind. Voraussetzungen für die Aufnahme sind ein Schulabschluss, handwerkliches Interesse und die Bereitschaft zur Mobilität. Dann heißt es, einen Ausbildungsbetrieb finden (hier hilft die örtlich zuständige Industrie- und Handelskammer, zu finden unter www.ihk.de) und los geht es. Ausgebildet wird im dualen System (Ausbildung findet statt im Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Vor dem Ende des zweiten Lehrjahres ist eine Zwischenprüfung zu absolvieren, am Ende gibt es eine Abschlussprüfung. Nach bestandener Abschlussprüfung steht der fertigen Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice die Arbeitswelt im Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel, der Möbelspedition und der Möbelindustrie offen. Gute Chancen also für ein interessantes und konstantes Berufsleben.


Die betriebliche Ausbildung im einzelnen:

In den ersten 18 Monaten wird im Ausbildungsbetrieb vermittelt, wie man

  • Anfragen und Aufträge entgegennimmt und weiterleitet;
  • Arbeitsaufträge erfasst, prüft und die richtigen Arbeitsabläufe plant;
  • Werkzeuge zur Holz- und Kunststoffbearbeitung auswählt und gebraucht;
  • Teile sägt, hobelt, bohrt, fräst und schleift,
  • Küchen und Möbelteile montiert und auf- und abbaut;
  • Verbindungen je nach Werkstoffen und Umgebung auswählt und einsetzt;
  • Transportmitteln und Transporthilfsmitteln zum Transport von Möbeln, Küchen oder Umzugsgut sinnvoll einsetzt;
  • Möbel, Küchen und Umzugsgut kommissioniert, verpackt und lagert;
  • Teile körperschonend hebt und trägt;
  • die Energieversorgung am Arbeitsplatz sicherstellt,
  • Gespräche mit dem Kunden situationsgerecht führt.

In den zweiten 18 Monaten wird im Ausbildungsbetrieb vermittelt, wie man

  • Termine mit dem Kunden abstimmt und Beratungsgespräche führt;
  • die Arbeit und Projekte plant vom Auftrag bis zur Ablieferung beim Kunden und dabei den Transport und die Verkehrswege berücksichtigt;
  • Möbel und Küchen beim Kunden zusammenbaut, an die Umgebung anpasst und einrichtet
  • Küchen- und Möbelteile abbaut, kennzeichnet und transportsicher verpackt;
  • Funktionskontrollen durchführt und Abnahmeprotokolle erstellt;
  • Sicherheitsregeln zur Vermeidung von Gefahren durch elektrischen Strom anwendet;
  • elektrische Anschlüsse und Leitungen prüft;
  • elektrische Anschlüsse herstellt;
  • sicher elektrische Einrichtungen und Geräte einbaut;
  • elektrische Einrichtungen und Geräte ausbaut, kennzeichnet, verpackt und lagert
  • Wasser- Abwasser- und Lüftungsleitungen prüft;
  • Lüftungsrohre und –kanäle, Objekte und Armaturen einbaut und anschließt;
  • Funktions- und Dichtigkeitsprüfungen durchführt;
  • Touren wirtschaftlich und zeitlich optimal plant;
  • Fahrzeuge richtig und sicher belädt;
  • Fahrzeuge entlädt;
  • Lieferunterlagen mit dem Kunden prüft und die Zahlung abschließt;
  • richtig mit Beschwerden und Reklamationen umgeht.

Während der ganzen Ausbildungszeit wird vermittelt 

  • welche Rechte und Pflichten für den Ausbildenden und den Auszubildenden aus dem Ausbildungsvertrag entstehen;
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist und wie Angebot, Beschaffung, Fertigung und Verwaltung funktionieren;
  • wie die wirtschaftlichen Verflechtungen des Ausbildungsbetriebes aussehen;
  • welche Vorschriften zum Arbeitsschutz- und zur Unfallverhütung zu beachten sind;
  • wie man sich in Unfall- und Gefahrsituationen im Betreib und am Arbeitsplatz verhält;
  • welche Umweltschutzmaßnahmen zu beachten sind.

Was in der Berufsschule auf dem Stundenplan steht:

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf "Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice"

Lernfelder

Zeitrichtwerte in Unterrichtsstunden

Nr.   1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
1 Den Ausbildungsbetrieb präsentieren 20    
2 Einen Arbeitsauftrag im Möbel-, Küchen- und Umzugsservice erfassen und planen 80    
3 Warenbestände sichern und Umzugsgut kontrollieren 40    
4 Möbel, Küchen, Geräte oder Umzugsgut verpacken, lagern und transportieren 60    
5 Möbel- und Küchenteile aus Vollholzbearbeiten 80    
6 Möbel- und Küchenteile aus Holzwerkstoffen, Kunststoffen und Metallen bearbeiten   80  
7 Möbel und Küchen montieren   60  
8 Möbel und Küchen auf- und abbauen   60  
9 Waren und Güter abholen und ausliefern   80  
10 Elektrische Einrichtungen und Geräte installieren und deinstallieren     80
11 Wasserleitungen, Abwasserleitungen und Lüftungsanlagen einbauen und an- oder abschließen     80
12 Beschwerden und Reklamationen bearbeiten     40
13 Aufträge von der Planung bis zur Abnahme durchführen     80
Summen: insgesamt 840 Stunden 280 280 280

 

Prüfung

Hier in Kürze mehr Informationen zur Prüfung.